City Trip Barcelona | Travelguide Part 1 | Location & Sightseeing

Um dem Alltag wenigstens für ein paar Tage zu entfliehen haben Basti und ich uns entschieden für ein Paar Tage nach Barcelona zu fliegen. Ich liebe es mir noch unbekannte Städte zu erkunden und Barcelona war für mich noch ein unbeschriebenes Blatt. Von vielen hörte ich, dass es einfach die schönste Stadt sei und davon wollte ich mich natürlich selbst überzeugen lassen. Bis dato war ich der Überzeugung Paris wäre meine absolute Traumstadt! Aber ich muss euch sagen, das mediterrane, offene und architektonisch wundervolle Barcelona hat mich wirklich überzeugt. Ich bin mit großen Erwartungen gestartet, die sich 1:1 erfüllt haben.

Meine zweite Heimat ist Kroatien, wie die ein oder andere Leserin (oder Leser:P) meines Blogs vielleicht schon erfahren hat und sowohl Italien als auch Spanien ähneln Kroatien. Vor allem die kleinen süßen Gassen findet man dort zahlreich, sowie Palmen und das wundervolle Ambiente. Das hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass ich mich direkt in diese schöne Stadt verliebt habe.

Mein Barcelona Travel Guide Dairy unterteile ich in 2 Teile und fange in diesem Blogpost zunächst mit meinen Reisetipps rund um Unterkunft, tolle Locations und Sightseeing an.


Unterkunft

Normalerweise hause ich im Ausland gern in Airbnb Unterkünften, doch besonders in Barcelona sind diese im Vergleich zu Hotels viel teurer. Deswegen haben wir uns wohl oder übel für ein Hotel entschieden, das wir über DERTOUR gebucht haben. Dieser Reiseveranstalter testet jedes Hotel das auf deren Website angeboten wird und ich würde dort jedes Mal wieder buchen. Wir haben uns für das 2 Sterne Hotel „Via Augusta“ im Studentenviertel Gracia entschieden. Es ist ca 1 min Gehweg von der Metro entfernt und liegt optimal, da dort nicht viele Touristen zu sehen sind und man das richtige spanische Leben direkt genießen kann (Speisekarten ohne englische Übersetzung inklusive :D). Ich hatte zunächst meine Zweifel bei einem 2 Sterne Hotel, aber da wir sowieso den ganzen Tag unterwegs waren und wir das Hotel nur zum Schlafen benötigten wäre ein teureres Hotel nicht nötig gewesen.

Von außen sah das Hotel schon seehr schick aus und der Eingangsbereich war auch gepflegt und gemütlich. Super nettes Personal und die Zimmer dort sind wirklich modern eingerichtet! Ich war mehr als überrascht von dem Komfort – ein Safe im Schrank konnte ohne Kaution benutzt werden, WLAN in den Zimmern und sogar kleine Shampoo-Fläschen wurden von dem Hotel gestellt! Die Zimmer wurden zu jeder Tageszeit geputzt (ich habe in 5 Sterne Hotels nicht so einen zuverlässigen Service gehabt) und die Zimmermädchen waren sehr zuvorkommend und immer gut gelaunt.

Das Frühstück war inklusive und ebenfalls besser als ich erwartet habe. Es gab Baguettes, Brötchen, Croissants, Müsli, Obst, Wurst, Käse etc. – wirklich alles was das Herz begehrt. Und die größte Überraschung: Guter Orangensaft! Normalerweise bekommt man in Hotels ja nur Chemiesaft der wässrig ist und einfach nur süß schmeckt, aber dieser Saft war wie frisch gepresst. Wir haben für 4 Nächte 160€ pro Person gezahlt! (jedoch mit Rabatt, da Basti bei DERTouristik Online arbeitet)


Festival de Gracia

Bei unserer Buchung war uns nicht bewusst, dass wir im Studentenviertel gehaust haben. Das habe ich erst im Nachhinein von meinem Kollegen erfahren, der ursprünglich aus Barcelona kommt. Das Viertel „Gracia“ ist von vielen jungen und stylischen Leuten bewohnt und wir hatten Glück, dass wir genau dann angekommen sind als dort das Straßenfest „Festival de Gracia“ statt fand. Ich sag euch, ihr müsst das gesehen haben! Es hat schon fast an einen bunten Freizeitpark erinnert. Viele Gassen wurden von den Bewohnern mit bunten selbst gebastelten Girlanden geschmückt und keine Gasse sah aus wie die Andere. Eine Straße ähnelte beispielsweise einem Urwald, der mit Lianen und Gestrüpp dekoriert wurde, durch den man irgendwie ans andere Ende der Gasse gelangen musste (Britneys „Baby One More Time“ durfte da als Motivationsmusik nicht fehlen).

In einer weiteren Gasse war ein riesiger Fisch (bestimmt um die 3-4 Meter hoch) aufgebaut, durch dessen Zähne man in das Innere gelangte. Mit viel Liebe im Detail wurden die Straßen geschmückt und in der Mitte der Gassen wurde von den Bewohnern aneinander gereihte Tische zum gemeinsamen Essen vorbereitet – ein richtig gemütliches Straßenfest, das den Zusammenhalt der Bewohner stärken soll. Für Musik wurde ebenfalls gesorgt, indem mehrere Bühnen (ebenfalls in den Gassen verteilt) aufgebaut wurden und Bands die Leute zum tanzen animierten. Es war ein freudiges Miteinander, die Leute tanzten in den Gassen, lachten, aßen einheimische Spezialitäten wie Empanadas, tranken viele Mojitos (die an jeder Ecke im Straßenverkauf angeboten wurden) und genossen einfach die Zeit miteinander.

Credits: Rosa & Xavi

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Sightseeing

Hier hatten wir ja einen Spaß…NICHT! (zumindest nicht mit den Wartezeiten) Ich liebe es ja die Geschichte und Kultur anderer Länder kennenzulernen und als Kunsthistorikerin ist Barcelona wirklich ein TRAUM! Aber was ich gerne vorher gewusst hätte, sind die langen Wartezeiten vor den großen Museen, Kirchen und Parks. Ich habe bis jetzt in keiner andere Großstadt so lange Wartezeiten erlebt.

Für die Sagrada Familia sollte man sich unbedingt 1-2 Tage vorher online Tickets bestellten. Am gleichen Tag bekommt ihr sehr schwer Karten, um die Kirche zu besichtigen. (wenn ihr früh morgens dort hin geht bekommt ihr vielleicht für 17Uhr Tickets) Aber wir waren auch mitten in der Saison dort und hätten mit solchen Wartezeiten rechnen müssen.

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Das gleiche gilt für den Parc Güell! Wir haben uns den Park für den letzten Tag (Abreisetag) vorgenommen – absoluter FEHLER! Den Park kann man zwar ohne Weiteres betreten, doch in das von Gaudi entworfenen Gebäude kommt man nur mit einem zuvor gekauften Ticket. Wir waren gegen 15Uhr dort und hätten Tickets für 19Uhr bekommen können. Leider ging unser Flug um 19Uhr und wir mussten das ausfallen lassen. Aus diesem Grund: immer alles vorher online bestellen!21

Die Gartenanlage des Parks ist aber wirklich toll und schön zum schlendern. Im Park befindet sich ziemlich zentral das Casa-Museu Gaudí in dem Gaudi um 1900 lebte (kostet Eintritt aber keine lange Wartezeiten)

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Im Picasso-Museum müsst ihr ebenfalls mit Wartezeiten rechnen, aber die fallen im Vergleich zu den zuvor genannten Locations viel kürzer aus. Wir haben lediglich eine 3/4 Std gewartet, bis wir mit unseren Tickets das Museum betreten konnten. Das Viertel rund um das Museum bietet sich aber gut an, um etwas bummeln zu gehen – süße kleine Läden die die Zeit schnell vertreiben. Man kann mit den Tickets aus dem Gebäude gehen und ohne sich anzustellen durch einen Nebeneingang wieder hinein spazieren und sich die Werke von Picasso ansehen (jedoch erst wenn die Einlasszeit die auf dem Ticket steht angelaufen ist)

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Ein Museum ohne lange Wartezeiten ist das Museum of Contemporary Art! Zur Zeit ist unter anderen die „Punk“-Ausstellung dort zu sehen, die wirklich spannend und vielfältig ist und die Besucher durch das Drücken von diversen Knöpfen und anderen Interaktionen einbezieht! – Daumen hoch!

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Ein toller Ort auch ohne das Gebäude zu betreten ist das Nacional Museum d’Art de Catalunya! Wir waren leider Montags außerhalb der Öffnungszeiten dort (viele Museen dort haben wie bei uns Montags zu) aber allein die Sicht auf das Museum, das wie ein Schloss wirkt war atemberaubend. Gegenüber und unterhalb dem Museum befindet sich eine Aussichtsplattform, auf die ihr mit einem Aufzug gelangt (1€ für einmal hoch und wieder runter fahren). Ich habe ganz schlimme Höhenangst, deswegen war das für mich nicht ganz so spaßig aber von dort oben lassen sich wirklich schöne Fotos machen!

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Unmittelbar und auf gleicher Höhe des Nationalmuseums befindet sich die Jardins de Larbal. Ein Park oder mehrere Gärten die wie ein Irrgärten angelegt wurde. Dort könnt ihr eure Getränke an Wasserquellen auffüllen und euch erfrischen. In dem Park befindet sich die Fundació Joan Miró, einem Joan Miró gewidmeten Museum der Modernen Kunst. Tolle architektonische Elemente treffen auf bunte moderne Kunst – Ein Muss für Kunstliebhaber! 9Wir sind gefühlt auf den Gipfel des Berges gelaufen, auf dem sich das Nationalmuseum und der Park befinden. Ziemlich weit oben liegt eine Aussichtsplattform, von der ihr einen tollen Blick auf die gesamte Stadt bekommt! Von dort oben sind wir für ca. 10 € mit der Seilbahn an den Strand gefahren (es gibt zwei Seilbahnen. Die die weiter unten ist fährt zum Schloss hoch und die weiter oben gelegene runter an den Strand). Für Leute mit Höhenangst nicht zu empfehlen!:D Ich bin 74837 Tode gestorben, weil die Seilbahn 1-2 Mal richtig schön ruckelte und mir eine Frau direkt nebenan ins Ohr schrie. Aber ihr könnt von dort eine tolle Aussicht auf die Stadt, den Hafen und das Meer erhaschen!23

Das waren jetzt die Orte, die mir am meisten gefallen haben und die ihr wie ich finde unbedingt besuchen müsst wenn ihr nach Barcelona kommt. Es wird ganz sicher nicht das letzte Mal sein, dass ich in dieser tollen Stadt war. Und es gibt noch soo viel mehr zu besichtigen. Wir haben in den 4 Tagen, die wir dort hatten die Stadt fast ausschließlich zu Fuß erkundet (wir sind insgesamt 73 km gelaufen;D) und das kann ich euch auch nur raten! Ihr werdet so tolle Orte, kleine süße Geschäfte und typische spanische Restaurants entdecken, die außerhalb der Touriplätze liegen und nicht weniger erwähnenswert sind als die bekannten Ortschaften!

Hier noch ein paar weitere Eindrücke von mir und hier im zweiten Teil meines Barcelona Travel Guides erfahrt ihr, wo ihr in Barcelona am besten shoppen und essen gehen könnt und den ein oder anderen Geheimtipp habe ich ebenfalls für euch.

Wenn ihr noch Fragen, Anmerkungen oder weitere Empfehlungen habt, immer her damit!:)

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9 Kommentare

  1. Toller Bericht und klasse Bilder!
    Ich kann deine Eindrücke zu der Stadt nur teilen! War vergangenes Jahr auch mit meiner Freundin zum ersten mal dort und wir haben uns auch beide auf anhieb in die Stadt verliebt. Die Vielseitigkeit Barcelonas macht die Stadt einfach so einzigartig!

    Liebe Grüße
    Bernd – http://www.styleandfitness.de

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